L. Lakner

Buchwerke 1969-2009

Unbeirrt hat der 1936 in Budapest geborene Maler und Bildhauer László Lakner seine subversiven künstlerischen Botschaften jahrelang in verschnürten Büchern versteckt. Sie alle waren – ob als Objekt an die Wand gehängt, photographiert und in Siebdruck vervielfältigt oder in altmeisterlicher Trompe-l´œil Technik als Ölbild gemalt – nicht lesbar. Und doch haben sie mehr geistigen Sprengstoff enthalten als manche der damals in Ungarn er schienenen systemkonformen »echten« Bücher des »real existierenden Sozialismus«.

Auch in seiner, wie er gern sagt, »zweiten Spielzeit« – Lakner emigrierte 1974 in die Bundesrepublik Deutschland – bleibt er seiner Buch-Obsession treu: Das vermeintlich »überholte«, vom Aussterben bedrohte Medium ist bis heute in seinem Œuvre die wichtigste Quelle der Inspiration und zugleich das Instrument neuer, grenzüberschreitender künstlerischer Experimente.

Erstmals auf der Biennale Venedig 1972 und der Kasseler Documenta 1977 ausgestellt, bilden Lakners Buchwerke eine einzigartige transitorische Gattung von konzeptueller Strenge und sinnlicher Materialität, in der die Merkmale der Malerei, der visueller Dichtung und der figürlichen Skulptur ineinander verschmelzen.

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